Kirchen in Kaiserslautern

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Christuskirche bringt Licht und Gott ins Leben

»Gemeinde feiert Kirchenjubiläum mit vielen Gästen«

Mit Trompetenklängen stimmte Hermann Bocksteger am Sonntag, 01. Juli, auf den Festgottesdienst zum 50. Jubiläum der Grundsteinlegung der Christuskirche im Grübentälchen ein. Viele Gläubige hatten sich in der Kirche versammelt, um mit Kirchenpräsident Eberhard Cherdron, Dekanin Angelika Keller und den Pfarrern der Christuskirchengemeinde Silke Schwarzstein und Bernhard Eicher den Gottesdienst zu feiern.

„Die Christuskirche ist nicht nur modern, es hört sich in ihr auch modern an“, sagte Schwarzstein in Anspielung auf das Trompetensolo. Eicher erinnerte an Dekan Martin Krieger, der 1957 den Grundstein für die Christuskirche gelegt habe. Die Gemeinde lebe nicht von dem Haus, sondern von dem, was im Haus geschehe, betonte Eicher. „Das erfahren die Menschen im Gottesdienst.“

Kirchenpräsident Cherdron legte seiner Predigt eine Stelle aus den Seligpreisungen der Bergpredigt zugrunde. „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Er freue sich, den Gottesdienst mit der Gemeinde zu feiern, denn er selbst habe mit seiner Familie etliche Jahre zur Christuskirchengemeinde gehört, sagte Cherdron. In den 50er Jahren sei es selbstverständlich gewesen, in Stadtteilen wie diesem, eine Kirche zu bauen. „Heute würde man sich fragen, ob der Neubau einer Kirche sinnvoll ist.“ Um so mutiger sei die Entscheidung gewesen, die Christuskirche zu errichten. Denn sie bringe Licht und damit Gott in das Dunkel des Lebens, sagte er. Kirchenbauten seien Aufforderungen, das Licht des Wortes Gottes zum Leuchten zu bringen. Jesus habe gesagt: Versteckt Euer Licht nicht. Wenn Gottesdienste heute immer weniger besucht würden, könne das nicht gleichgültig stimmen.

Um das Licht leuchten zu lassen, sollten die Werke der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe nicht vergessen werden. „Christliche Kirchen stehen dafür ein, dass Barmherzigkeit und die Liebe zum Frieden in der Gesellschaft angemahnt werden. Deshalb brauchen wir die Stimme der Kirche“, hob Cherdron hervor. Mit festlichem Orgelspiel trug Hans-Albert Anstett zur Feier bei.

Treffpunkt für junge, alte und ehemalige Gemeindeglieder war das Gemeindefest, das im Anschluss an den Gottesdienst im Biergarten auf der Kirchenwiese unter alten Obstbäumen über die Bühne ging. Zu den Klängen des Blechbläserensembles „Blech pur“ ließen es sich die Besucher bei frisch gezapftem Bier, Gegrilltem und Kaffe und Kuchen gut gehen. Großes Lob hörte man immer wieder über die informative Festschrift und das Kochbuch mit Rezepten von Menschen aus der Gemeinde. Beide wurden von der Christuskirchengemeinde anlässlich des Jubiläums herausgegeben.

Joachim Schwitalla